KLJB Merzen

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Ehrenamtstag 28.05.2011

 Sieben auf einen Streich

Katholische Landjugendbewegung zeigt beim Ehrenamtstag Flagge

 

Für Autofahrer auf dem Weg durch Kettenkamp war es klar ersichtlich. Eine Truppe junger Menschen streicht die Begrüßungsschilder am Ortseingang neu an. „KLJB Kettenkamp“ steht in roter Schrift auf ihren schwarzen Sweatshirts. Die Katholische Landjugendbewegung (KLJB) tut was.

Quasi in Ableitung des Werbeslogans einer Automarke zeigten sieben Ortsgruppen der KLJB im Altkreis Bersenbrück am Samstag bei ihrem Ehrenamtstag, was sie für die Jugend oder gar die gesamte Bevölkerung auf dem Lande machen. Stundenlang waren die Teams im Einsatz, teilweise gut sichtbar, andere Arbeiten wieder fanden eher im Verborgenen statt. Einige Gruppen waren dabei auch noch viel schneller fertig als geplant, worunter die Fotos dieser Berichterstattung leiden.

 

Schwagstorf: Zahlreiche fleißige Hände räumen die Straßenränder in Schwagstorf auf. Die Landjugend ist sichtbar aktiv. „Wir bewegen das Land“ lautet das Motto für den Einsatz vor Ort. Und die KLJBler sind selber auch kräftig in Bewegung. Dabei kommen zahlreiche Säcke mit Müll zusammen. Ob Dönertüte, Eisverpackung, Radkappe, oder was sich so sonst noch alles am Wegesrand findet – unter der Regie von Kathrin Vismann bleibt nichts liegen. Bei der Aktion zeigt sich, dass die Landjugend Schwagstorf wirklich ein starkes Team ist.

 

Druchhorn: Phlipp Fißmann umkreist das Gelände rund um die Alte Schule mit dem Aufsitzmäher. Lobenswert korrekt dabei die Benutzung des Gehörschutzes. Etwa 15 Leute schaufeln Erde vom Anhänger und streichen sie glatt. „Wir gleichen den Übergang von der Schlacke zum Rasen an“, schildert Stefan Kettmann. „Auch der Zaun war krumm und schief“, erklärt der Erste Vorsitzende die Arbeiten daran. „Dann erneuern wir das Blumenbeet noch zum Teil, montieren die Bohlen für die Bänke und streichen die Wände des ausgebauten Dachbodens“, sagt Kettmann. „Jeden zweiten Samstag im Monat treffen wir uns hier zum Arbeitseinsatz“, hebt er hervor, dass ihr Engagement nicht einmalig ist.

 

Neuenkirchen: „Karina war dabei, die hat alles gerissen“, stellt Benno Dieckmann im Keller des Pfarr- und Jugendheims klar. Neben Karina Abing sind weitere 14 Mitglieder zur Arbeit erschienen. Sogar Matthias Gohmann, obwohl er heute Geburtstag hat. „Wir haben mit den Renovierungsarbeiten angefangen, den Boden rausgerissen, die Möbel rausgeschleppt und den Kamin abgerissen“, listet Bernd Woltering auf. „Als Nächstes kommt eine Baufirma und liefert den Estrich“, ergänzt der Erste Vorsitzende.

 

Merzen: „Wir haben Stromkabel verlegt, rund um den Teich und die Insel gemäht, die Brücke und den Steg geschliffen und neu gestrichen“, spannt Johannes Hengelage den Bogen über die Vielzahl der geleisteten Arbeit an der Kanustation an der Südmerzener Straße. „Und den Dachboden sauber gemacht“, ergänzt Maike Günther, auf der Leiter stehend, noch mit der Dachrinne beschäftigt. Doris Kolde und Kolleginnen pinseln derweil noch Öl auf den Steg. Einen „Dank an den Wasserverband“ für das Gelände möchte Hengelage noch in die Zeitung bekommen. Klar doch.

 

Grafeld: „Die Fläche war vorher leer, da wurden zehn Tonnen Sand vom Lastwagen angekippt, und wir haben das dann mit dem Trecker verteilt“, sagt Frank Morhaus über den Platz neben der Turnhalle. „Wie jedes Jahr für das Beachvolleyballturnier in den Sommerferien“, hört sich das Engagement des Getränkewarts und seiner 17 Kollegen ganz selbstverständlich an. „Zwei von uns sind Maler und haben die Schützhütte an den drei weißen Birken gestrichen“, fährt der 20-Jährige fort. „Unseren KLJB-Raum wollten wir auch noch renovieren, aber der sieht noch so gut aus, dass es sich nicht lohnt“, sagt er, „aber aufgeräumt haben wir den, in zwei Stunden, das ging schnell.“

 

Bersenbrück: Auf dem Hof Hessler an Mertens Weg steht der blaue Bauwagen, den Markus Siemer mit etwa zehn Leuten gründlich reinigt. „Hauptsächlich benutzen wir den fürs Osterfeuer, für Material und Lebensmittel, da ist auch ein Kühlschrank drin“, schildert der Erste Vorsitzende. „Wir sind leicht von der Abifahrt geschwächt“, erklärt er die relativ geringe Beteiligung. „Leider ist der Wagen fürchterlich unmobil, denn wir würden ihn gerne öfter nutzen“, bedauert der 20-Jährige.

 

Kettenkamp: Britta Schmidt und Carina Wilke ziehen die weiße Schrift auf braunem Grund in besagtem Schild nach. „Wir haben ein zweites schon fertig“, stellt Schmidt klar. „Daniel Stegemann holt gerade neue Farbe nach“, erklärt Wilke, weil schon eineinhalb Liter brauner Farbe verbraucht sind. „Am Landjugendplatz haben wir den Lärm- und Sichtschutzwall neu präpariert, Mutterboden aufgeschoben und auf dem Schlackeplatz Gras totgespritzt“, listet David Dettmer auf. „Damit da nächste Woche Tausend Bodendecker reinkommen“, erklärt Schmidt.

 

Feierabend: In Merzen dann der Abschluss des Tages. „Nur Bersenbrück und Grafeld haben sich angemeldet“, sagt Gastgeber Simon Hallermann. „Würstchen, Abschlussbier, Leute kennenlernen, sehr gut, die Party ist super“, urteilt Frank Morhaus von den Grafeldern. „Wir sind mit einer kleinen Abordnung von drei Leuten hier, ein bisschen grillen und sich unterhalten“, gefällt das auch Markus Siemer von den Bersenbrückern.

 

Bersenbrücker Kreisblatt
Ausgabe vom 30. Mai 2011
Seite 18
Ressort Lokales

 Am 28.05.2011 hat unser großer KLJB-Ehrenamtstag stattgefunden!

Es war ein rundum gelungener Tag und wir vom Diözesanteam sind beeindruckt von der Anzahl, der Vielzahl und der Kreativität der Projekte!

Insgesamt waren rund 900 KLJBlerInnen im Bistumsgebiet Osnabrück im Einsatz und haben insgesamt mit 53 Gruppen in den 7 Dekanaten 7043 ehrenamtliche Stunden in soziale Projekte investiert. Die Zahlen, aber auch die Atmosphäre der Einsätze verdienen unserer Meinung nach eine hohe Anerkennung und Wertschätzung! Wir sind begeistert von eurem Engagement!

 

Dekanat Bersenbrück

 

Die KLJB Druchhorn besserte einen Fußballplatz aus, putzte Fenster und reparierte Bänke. Die Teilnahme am Ehrenamtstag gab endlich wieder einmal Anlass dazu, im Team was gemeinsam anpacken zu können hieß es aus der

Ortsgruppe! 140 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurde von 20 Mitgliedern geleistet.

 

In Schwagstorf fand eine Müllsammelaktion statt. Das Einsammeln von Müll bereitete den 15 Mitgliedern viel Freude und erbrachte einen ehrenamtlichen Zeitaufwand von 45 Stunden.

 

Die KLJB Bersenbrück nahm am KLJB-Ehrenamtstag teil, weil es für die KLJB Ortsgruppe selbstverständlich ist, sich ehrenamtlich zu engagieren. Die zehn Mitglieder säuberten die Hütte und den Bauwagen der KLJB, um auf dem Weihnachtsmarkt wieder ein sauberes Erscheinungsbild abgeben zu können. Hierbei wurden 40 ehrenamtliche Stunden geleistet.

 

Die KLJB Grafeld nutzte den KLJB-Ehrenamtstag um ihren Landjugendraum zu streichen und um das Beachvolleyballfeld zu erneuern. Die sieben Mitglieder hatten eine Menge Spaß bei der Aktion und leisteten 28 Stunden ehrenamtliche Arbeit.

 

In Kettenkamp wurden am letzten Samstag Schilder neu gestrichen und ein Platz gepflegt, um das Erscheinungsbild des Ortes zu verbessern. 15 KLJBlerInnen brachten es gemeinsam auf 75 Stunden ehrenamtliches Engagement.

 

In Merzen haben 21 Landjugendliche die Kanustation im Ort erneuert. Diese drohte zu verwildern und erstrahlt jetzt wieder im neuen Glanz. 178,5 Stunden ehrenamtliche Arbeit wurden an dieser Stelle investiert.

 

In Neuenkirchen nahmen die KLJBlerInnen am Ehrenamtstag teil, weil Ehrenamt selbstverständlich ist. Mit 14 Mitgliedern wurde das Jugendheim renoviert. Hierbei entstanden gut ausgestattete Jugendräume für die Messdiener und die KLJB. Trotz Blasen an den Händen hatten alle viel Spaß. Insgesamt wurden 98 Stunden ehrenamtliche Arbeit in Neuenkirchen geleistet.

 

Quelle: www.kljb-osnabrück.de